We Collide
CD

(Nuuc, Elektrauma)

Man hat lange auf das neue Werk der Briten gewartet. Und das Warten hat sich wirklich gelohnt. "We Collide" zeigt eine deutlich ausgefeiltere und eingängigere Melodieführung. Der erste Song "Open Up The Ground" zielt mit seinem 4/4 Beat auf die Tanzfläche. Aber schon danach zeigt "What Are You Scared Of", wofür sie bekannt sind. Es sind eher Midtempo Nummern, die eine ausgeklügelte Mischung aus Elektronik und Gitarre beinhalten und zu den Spezialitäten von Mesh gehören. Auch "No Place Like Home" vereinigt alle Qualitäten der Gruppe: Satter Sound und nette Ideen innerhalb des Stückes sorgen für Überraschungen und Laune. "This Is What You Wanted" distanziert sich wieder etwas von den Synthesizern und schiebt krachige Gitarren in den Vordergrund. Damit erinnert das ganze etwas an die neuen Stücke von APB. Besonders schön ist "Crash" mit seinem treibenden Rhythmus und den wabernden Sequenzen – ein garantierter Clubfüller. Über allem ragt natürlich die markante Stimme vom Mützenträger Mark, die gewohnt gekonnt die Gefühle der Texte in seinen Gesang packt. Immer irgendwo zwischen Melancholie und Mainstream pendeln die Songs. Diese Mischung hat wirklich nur dieses Trio drauf. Damals noch mit Depeche Mode verglichen, sind sie mittlerweile selber stilprägend, so dass man sie selber gerne als Vergleichsband heranzieht, wenn man versucht eine andere Gruppe musikalisch zu umschreiben. Und das schaffen heutzutage nur noch wenige. Vielleicht das beste, weil eingängigste Album von Mesh.

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