Vorfreude, Baby

Der Eindruck täuscht: Tatsächlich liegt der letzte Longplayer "A Perfect Solution" der britischen Synthiepop-Lieblinge Mesh schon gut drei Jahre zurück. Das dazugehörige Remixalbum, welches 2011 folgte, trug seinen Teil dazu bei, dass die Wartezeit sich nicht zu sehr in die Länge zog. Doch neues Material wird von den Fans natürlich vorzugsweise genommen, und dieses wird Anfang März in Form des neuen Studioalbums "Automation Baby" endlich veröffentlicht. Jüngst koppelte das Duo die Single "Born To Lie" aus und lieferte per Videobotschaft kurze Einblicke ins aktuelle Studiogeschehen. Wie der genaue Stand der Dinge ist, verrät die eine Hälfte der Band, Richard 'Rich' Silverthorn, im Interview.

"Die Reaktion auf die Single ist bisher überwältigend!", freut er sich und erzählt: "Wir hatten ein kurzes Video von uns im Studio gemacht, um den Fans einen Eindruck davon zu vermitteln, wie die neue Single klingen wird. Da die Resonanzen darauf großartig waren, haben wir uns überlegt, dass die Show in Krefeld eine gute Gelegenheit wäre, sie zum ersten Mal live zu präsentieren und wir waren an diesem Abend echt positiv geschockt, wie viele Leute schon mitsingen konnten! Eigentlich ist es immer besser, etwas zu veröffentlichen und den Leuten dann noch Zeit zu geben, sich daran zu gewöhnen, bevor man es während eines Konzertes spielt. Aber 'Born To Lie' scheint auch ohne Vorlaufzeit bereits zu einem Hit geworden zu sein. Das gibt einem schon irgendwie einen kleinen Ego-Kick und die Bestätigung, dass die Wahl der ersten Single richtig war. Dieses Feedback ist sehr wichtig, denn wenn man so viel Zeit im Studio verbringt, fehlt einfach jemand, der einem sagt, ob man die Sache gerade gut macht oder nicht."
Aber ganz ehrlich: Was soll schon groß schiefgehen, wenn die beiden Meshies neue Songs schreiben, an die dann auch noch, wie bereits bei einigen Alben zuvor, Star-Produzent Olaf Wollschläger Hand anlegt, der bereits für "A Perfect Solution" engagiert war? Selbst Angst vor Stagnation durch zu wenig Einflüsse, wie sie manche Bands, die mehrmals mit demselben Produzenten arbeiteten, plagt, haben die beiden nicht: "Dieses Problem stellt sich eigentlich nur, wenn du einen Producer hast, der dir deine ganze Musik schreiben soll. Aber wir arbeiten anders: Wir haben immer schon alle Songs geschrieben und aufgenommen, bevor wir überhaupt anfangen, über die Produktion und den finalen Mix zu reden. Bei 'A Perfect Solution' hatten wir das Gefühl, dass Olaf genau mit dem, was wir wollten, auf einer Linie lag. Daher haben wir für 'Automation Baby' jetzt erneut mit ihm zusammengearbeitet", erklärt der Keyboarder und geht noch ein wenig mehr ins Detail: "Alle Songs wurden in Bristol aufgenommen und in einem nahezu fertigen Zustand zu ihm geschickt, so dass die Produktion direkt beginnen konnte. Olaf nimmt dann die Files, mischt sie und bringt alles in Ordnung, was wir bisher gemacht haben. Er macht dann verschiedene Vorschläge für Sounds und Arrangements, und genau so wird dann das komplette Album zusammengestellt. Wir tauschen uns die ganze Zeit über das Internet aus, bis alles fertig ist. Das funktioniert fantastisch."
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Den kompletten Artikel könnt Ihr in der Ausgabe 02/2013 des Sonic Seducer nachlesen.

Catrin Nordwig, Sonic Seducer

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