Weniger ist mehr

Im Dezember 2006 war es, dass die britischen Electropopper von Mesh für den zweiten Teil ihrer Tour in der Essener Weststadthalle antraten, wo sie das ebenso 2006 erschienene Album "We Collide" präsentierten. Die Klänge des ruhigen "Room With A View" begleitete eine sehr ergreifende Videoprojektion und zum Höhepunkt des Songs erleuchteten tausende kleine Lichtpunkte die komplette Rückwand der Bühne. Eine besondere Eigenschaft, über die diese Halle verfügt, und welche im Zusammenspiel mit der insgesamt gewachsenen Liveperformance der Band bei vielen Konzertbesuchern den laut geäußerten Wunsch entstehen ließ, doch bald einer Live-DVD von Mesh habhaft werden zu können. Ein Wunsch, dem Mark und Rich mit "The World's A Big Place" am 23.11. gern entsprechen.

Die Idee dazu kam schon vor knapp zwei Jahren auf: "Wir hatten bei unseren Konzerten immer Camcorder dabei. Wir wollten ein komplettes Konzert aufnehmen, aber Neil verließ die Band und alles an Material, das wir bis dahin hatten, hätte auch Neil gezeigt. Also mussten wir wieder von vorne anfangen. Was wir nun benutzt haben, stammt also nur von den Konzerten im letzten Jahr", erklärt Rich. Allerdings ist Neil auf der DVD in einigen Backstageszenen, die den Mitschnitt auflockern, zu sehen. "Wir wollten schließlich nicht die Tatsache ausradieren, dass Neil in der Band war."

Aktuell und neu ist aber, dass die DVD nicht beim angestammten Label Königskinder aka ehemals Home Records erscheint, sondern bei Major Records, die sich in letzter Zeit auch ähnlich geartete Bands wie Ladytron und X-Perience an Land ziehen konnten. Rich: "Ich denke nicht, dass Königskinder im Moment so darauf versessen sind, weiterhin in der Musikindustrie aktiv zu sein. Unser Vertrag läuft sowieso bald aus und es gab in der Vergangenheit auch einige Probleme auf der geschäftlichen Seite. Es war einfacher für Major Records, die DVD zu veröffentlichen, als für Königskinder. Wir sind sehr zufrieden damit, wie sich die Dinge zur Zeit entwickeln. Vielleicht ist es für uns an der Zeit für eine Veränderung." Keine Überraschung war die Wahl der Location, in der das Konzert mitgefilmt wurde, namentlich die Krefelder Kulturfabrik, die die Band damals bereits zum sechsten Mal bespielte. Rich bekräftigt die Entscheidung: "Jedes Mal, wenn wir dort spielen, ist alles sehr gut organisiert, die Lichtausstattung ist gut, sie haben eine wirklich gute Anlage, die Größe der Bühne, der Schnitt des Raums, es hat sich hierfür einfach angeboten", und einen weiteren Grund fügt Mark hinzu: "Da wir am Tag vorher auch kein Konzert hatten, hatten wir auch genug Zeit, alles vorzubereiten und zu organisieren." ...

Den kompletten Artikel könnt Ihr in der Ausgabe 01/08 des Sonic Seducer nachlesen.

Julia Beyer, Sonic Seducer

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