This is what we wanted!

Drei viel zu lange Jahre war es ruhig um die Electro-Popper aus Bristol, und die Fans harrten derweil mit scharrenden Füssen auf neues Material, welches die Briten häppchenweise während diverser Festivalauftritte zu Gehör brachten. Und selbst einige Monate nach Fertigstellung brauchte es aufgrund von labelseitig zu klärenden Punkten noch ein wenig Geduld bis zum Release des Albums, welches nun Ende März das Licht der Welt erblicken soll. Als Appetizer auf den Longplayer "We Collide" erscheint dieser Tage die Single "Crash", die in den einschlägigen Clubs bereits die Tanzflächen füllt. Wir trafen Mark Hockings, Richard Silverthorn und Neil Taylor in Hamburg, um dem Trio bei Kaffee und belegten Brötchen im Konferenzraum eines gemütlichen Designerhotels auf den Zahn zu fühlen.

Die Wahl des Songs "Crash" als Single, zu dem auch ein ansehnliches Video produziert wurde, war offensichtlich, zumindest für die Bandmitglieder: "'Crash' ist der Song auf dem Album, der am eingängigsten ist und sich am besten für Promotion, Clubs und Radio eignet. Er stellt auch eine Art Übergang dar, da wir erst überlegt haben, einen etwas gitarrenlastigeren Song als Single auszukoppeln, aber das wäre vermutlich ein zu abrupter Wechsel für die Hörer gewesen, und wir wussten nicht, wie diese darauf reagieren würden", erzählt Neil. Sein Mitmusiker Rich ergänzt dies freimütig, denn er gibt offen zu: "Es war sicher. Das Stück ist nicht zu abgedreht und es funktioniert mit verschiedenen Situationen und Bedingungen. Wir selbst hätten allerdings jedes Stück zur Single wählen können", lächelt er - das bekannte und natürliche Phänomen der fehlenden Distanz eines Musikers zu den eigenen Kompositionen, "daher haben wir dies andere Leute entscheiden lassen."

Auf die Frage nach der relativ langen Ruhepause zwischen Meshs letztem Album und der anstehenden Platte entgegnet Neil mit einer Mischung aus Selbstironie und Realismus: "Wir waren nie die schnellste Band, was Albumveröffentlichungen betrifft. Als wir 'Who Watches Over Me?' machten, waren wir in der Lage, unsere ganze Zeit damit zu verbringen, Musik zu machen, was eine Weile gut ging. Dann sind wir aber in unsere alten Jobs zurückgegangen. Es gab dann einfach ein Zeitproblem, die Dinge zu tun, die wir für das Album tun mussten. Das war zudem mit der Unsicherheit verbunden, wann das Album dann tatsächlich durch unsere Plattenfirma veröffentlicht wird. Es gab diesbezüglich für uns erst einmal keine wirkliche Deadline." Das Hamburger Label war zwischenzeitlich auf der Suche nach einem neuen Vertrieb und durchlief auch einige personelle Veränderungen, wie Neil weiter erzählt: "Wir waren mit dem Vertriebswechsel sehr glücklich, da wir bei ihrem vorherigen Vertrieb nicht das Gefühl hatten, dass sie etwas für uns tun. Es war also viel Positives in dem, was passierte. Wir wussten, dass sie mit dem Label weitermachen würden und unsere Platte herausbringen würden."
...

Den kompletten Artikel könnt Ihr in der Ausgabe 03/06 des Sonic Seducer nachlesen.

Julia Beyer, Sonic Seducer

zurück