We Collide
CD

(Nino Liotta, sounds2move)

Die britische Synthiepop-Formation meldet sich nach vier Jahren mit "We Collide" zurück und präsentiert ein ziemlich vielschichtiges Album. Ihre Wurzeln haben MESH dabei nicht vegessen, gleichzeitig aber einige Experimente gewagt. Ein Beweis dafür ist die Zusammenarbeit mit Gareth Jones, der für ganz unterschiedliche Künstler und Stile gearbeitet hat. Tatsache ist dabei auch, dass dieser schon zahlreiche DEPECHE MODE - Alben produziert hat.

Sicherlich hört man diesen Umstand der CD teilweise an, trotzdem fahren MESH klar ihre eigene Schiene. Der Synthie/Wave - Charakter ist das Fundament, auf dem die 11 Songs + Hidden Track aufgebaut sind. Alles Andere ist eher überraschend gestaltet. Da gesellen sich allerhand Electro - Sounds zu Rock - Elementen und erschaffen intelligente und abwechslungsreiche potentielle Ohrwürmer. Man findet ebenfalls immer wieder die klassischen Klangstrukturen auf "We Collide", trotzdem ist das Gesamtbild aber eher innovativ und seiner Zeit um ein paar Jahre voraus. Im Vordergrund stehen zweifelsfrei die Gesangsmelodien, die sich schon nach einmaligem Konsum im Gehörgang einnisten.

MESH haben hier ganz klar ein Popalbum abgeliefert: hörbar für jedermann. Doch sollte man sich dabei nicht täuschen und an den Abfall der zur Zeit auf den Musiksendern läuft denken. Es ist auch möglich, massenkompatibel und zugleich stilvoll zu klingen.

volver