Und so schließt sich der Kreis

Drei Jahre nach ihrem - von Fans und Medien gleichermaßen umjubelten - Erfolgsalbum "We Collide" kredenzten die charismatischen Soundmagier von Mesh, Mark Hockings und Richard Silverthorn, der bereits ungeduldig wartenden Anhängerschaft ein fulminant strahlendes Electro-Synthie-Pop-Juwel, das sich nicht scheute, einen tiefen Blick in die schwärzesten Abgründe der menschlichen Seele zu wagen, und präsentierten sich mit "A Perfect Solution" härter, düsterer und abgeklärter als je zuvor. Die 1992 in Bristol gegründete Formation schien endlich angekommen zu sein. Entgegen aller Trends und Szeneströmungen sind sie sich in ihrer nunmehr 17-jährigen Bandhistorie immer treu geblieben. Ohne Wenn und Aber, keine Kompromisse - und dieses Selbstvertrauen hat sich ausgezahlt. Mesh sind absolut zufrieden und mit sich selbst vollkommen im Reinen. Das hört und spürt man.

"Besser hätte es gar nicht laufen können", manifestiert der sichtlich entspannte Richard. "Natürlich haben wir auch eine verdammt turbulente Zeit hinter uns, um nicht zu sagen, wir sind teilweise in Arbeit ertrunken, als die letzten Monate stets nur ein Thema im Fokus stand: Album, Album, Album - aber das gehört nun mal zu einer Plattenproduktion dazu. Und so lange man nicht komplett im Chaos versinkt, macht es ja auch irre viel Spaß. Schließlich wäre es viel schlimmer, wenn wir uns über mangelnde Aufgaben beklagen müssten, oder?", lacht der fröhliche Brite zu Recht.

So verwundert es auch nicht, dass Mister Silverthorn bisher noch nicht die Muße oder Zeit gefunden hat, sich den eigenen Gedanken zu diesem Jahr hinzugeben und 2009 Revue passieren zu lassen. "Frage mich mal, ob ich selbst überhaupt schon zur Ruhe gekommen bin", sprudelt es aus Richard. "Wir hatten bisher kaum die Chance zu relaxen und das Geschehene zu reflektieren, geschweige denn uns über unsere erreichten Erfolge auszutauschen", berichtet er und ergänzt: "Noch ist es wirklich so, dass ein Termin den nächsten jagt. Ich bin ja schon total erleichtert, dass wir überhaupt die Deadline für die Platte einhalten konnten, aber wenn die Tour vorbei ist, wir wieder ein bisschen Boden unter den Füßen haben, wird es uns wohl erst bewusst werden, was alles so passiert ist!"
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You can read the entire article in the special issue "Jahresrückblick 2009" (01/2010) of Sonic Seducer.

Jasmin Froghy, Sonic Seducer

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