Eure erste EP "Fragile" kam bereits 1994 bei einem anderen Label heraus. Warum wurde sie danach wieder vom Markt genommen und wie kamt Ihr zum Kontakt mit dem Schwedischen Memento Materia Label?

Mesh: "Fragile" wurde ursprünglich von Tolerance Records veröffentlicht; dieses Label war unser eigenes. Dies gab uns alle Freiheiten in Bezug auf die Arbeiten für unser Album. Doch diese Freiheit hatte auch ihren Preis. Es wurde immer schwieriger, das Label zu führen und nebenbei noch Musik zu machen. Einige Monate nach dem Release von "Fragile" wurden wir von Memento Materia kontaktiert, die unserer Meinung nach eine sehr gute Einstellung haben. Sie lassen den Bands die totale Freiheit über ihre Musik und deren Inhalt und glauben an ihre Künstler. Deshalb haben wir kurzerhand dort unterschrieben. "Fragile" wurde dann von Memento Materia wiederveröffentlicht. Die Originalversion von Tolerance Records ist also sehr rar.

Eure Platten sind sehr interessant. Einem eher ruhigen, poppigen Song folgt stets ein heftiger Track mit Gitarren. Ist das so eine Art Konzept von Euch?

Mesh: Wir bewegen uns bewußt auf diesem Weg des Songwritings. Es gibt so eine Art Konzept sowohl auf der EP "Fragile", wie auch auf dem Album "In This Place Forever". Musikalische Seitensprünge haben den Effekt, daß das Album vom Anfang bis zum Ende gut durchgehört werden kann und auf keinen Fall langweilig wird.

Wer ist für das Artwork zuständig?

Mesh: Das Artwork machen wir selber, in Zusammenarbeit mit einem Kunststudenten der Bristoler Universität. Er bekam von uns eine Vorabkopie des Albums und machte Fotos, die einige der Emotionen in den Songs reflektieren. Ob er damit Erfolg hatte oder nicht, müssen die Fans selbst entscheiden...

Der Track "Beaten And Bruised" auf der "Fragile" EP entpuppt sich bei genauerem Hinhören ja "nur" als Remix von "State Of Mind"...

Mesh: Ja, das Stück war tatsächlich nur als Remix geplant. Aber im Laufe der Arbeiten daran wurde immer klarer, daß sich - von den Vocalsamples einmal abgesehen - ein eigenständiges Stück entwickelte. Wir gaben ihm daher einen eigenen Titel.

Vielen Dank für das Interview!

I/N/G/O, X-Point

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