We Collide
CD

(Julia Beyer, Sonic Seducer)

Vier lange Jahre hat es nun gedauert, dass die Briten ihrem letzten Album "Who Watches Over Me?" einen Nachfolger geben. Nein, die Musik wird auch auf diesem Album nicht neu erfunden. Aber wen kümmert's, denn es ist unbestritten, dass Mesh es immer wieder aufs Neue schaffen, grandiose Melodien in zeitgemäße Soundgewänder zu packen. Es muss zudem wohl kaum erwähnt werden, dass Mark Hockings markante und einschmeichelnde Stimme dem Hörer wieder in schöner Regelmäßigkeit kalte Wonneschauer deluxe über den Rücken laufen lässt. Diesmal ließ das Trio Ex-DM-Produzenten Gareth Jones für den End-Mix ans Mischpult, wobei es dieses big names eigentlich nicht bedurft hätte (und sich dessen Handschrift darüber hinaus auch nicht hörbar im Sound niederschlägt). Hier und da hält auch eine Gitarre Einzug, so rocken Stücke wie "Step By Step" oder auch "Can You Mend Hearts" für Electro-Pop-Verhältnisse recht zünftig ab. Als Anspieltipps sind "My Hands Are Tied" oder auch "What Are You Scared Of" zu nennen, die durch ihre mitreißenden Melodien so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen. Im Vergleich zu den Vorgängeralben ist "We Collide" songorientierter ausgefallen und verlangt dem Hörer mehrere Hördurchgänge ab, bis es richtig zündet. Dann aber findet man sich im Wohlfühluniversum von Mesh schnell wieder zurecht und das bekannte Gefühl, irgendwie zu Hause und angekommen zu sein, stellt sich ein. Ja, genau das ist es, was wir wollten.

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