Who Watches Over Me?
CD

(Thomas Sabottka, Gothicworld)

Die drei Jungs aus Bristol breiten mit ihrer neuen CD vor uns einen Klangteppich aus, der samten und weich, schon fast dazu einlädt sich in ihm fallen zu lassen und nicht nur einfach darauf rumzutrampeln.
Elektronische Klänge, schöne Melodien, gelegentlich gepaart mit Gitarren und durchwoben von allerlei Spielereien, so manchem Sample und Sequenzerlines, ebenso wie etwas krachigeren Rhythmen und dem guten alten Songablauf: Strophe, Refrain, Strophe usw... Mal wird die Stimme verzerrt, doch meist ist sie sehr weich und klar. Es gibt Klavierschnipsel, an die guten, alten 80ies erinnernde Synthieflächen, genauso wie moderne Danceelemente und mehrstimmigem Chorus.
Irgendwie erinnert das Ganze schon an die neueren Werke von Depeche Mode... Relativ ruhig und verspielt, trotzdem klar und geradlinig. Modern und nostalgisch zugleich. Ob man es Synthiepop nennt oder nicht. Auf jeden Fall ist es eine schöne CD voller guter Songs, die durch ihre Einfachheit, Reinheit und Wärme auffallen. Voller guter Einfälle die nie zu kompliziert sind und eine gute Abwechslung zwischen all den brutalen Electrostampfern bildet, die uns in letzter Zeit um die Ohren knallen. Einfach mal zurücklehnen, die Augen schließen und vielleicht ein wenig mit dem Fuß wippen.
Für die "harten Insider" dürfte das natürlich viel zu kommerziell sein, da Mesh durchaus im "normalen" Radioprogramm laufen könnten. Für alle die mit dem Sound der 80ies groß geworden sind und ab und zu ein Stück davon wiederhaben wollen, ohne gleich zwanzig Jahre zurück gehen zu müssen, aber genau das richtige Album.
Könnte es sein, daß dies Musik für Weichspüler ist?
Ja! Und das ist auch gut so!!!

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