Who Watches Over Me?
CD

(Steffi Leins, Gaesteliste)

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Das dachte sich auch die 1992 gegründete Bristoler Band Mesh, die zur Etablierung ihrer Musik eigens eine eigene Plattenfirma, Tolerance Records, ins Leben gerufen hat. Mittlerweile wurden die Plattenfirmen, mit einer Zwischenstation bei Memento Materia, gewechselt, die drei Musiker können auf eine 10jährige Bandhistorie zurückblicken und bringen nun mit "Who Watches Over Me?" ihr drittes Album heraus. Die Mischung aus Industrial Rock, Synthesizer und poppigen Elementen läßt dabei unschwer die Glanzzeiten von Depeche Mode aufleben und knüpft dort an, wo Songs wie "Everything Counts" verklungen sind. Bereits mit ihrer ersten Auskopplung "Leave You Nothing" platzierte sich das Trio mal eben locker flockig in den Deutschen Alternative Charts und bestätigte damit die Akzeptanz bei der Hörerschaft. Qualität steht eben über Quantität. Dabei sehen sich Mesh in der Lage, sowohl bezaubernde Slowtracks wie "The Trouble We're In" oder "To Be Alive" als auch richtige Kracher wie "What Does It Cost You?" und "Friends Like These" zu produzieren. Ein wohlauf vielversprechendes Album, das aber im Gegensatz zu seinem Vorgänger "The Point At Which It Falls Apart" eher enttäuschend klingt.

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