Who Watches Over Me?
CD

(Janine Verfürth, Entry)

Alle haben es gehofft, aber manche waren skeptisch. Nachdem das aus Bristol, England stammende Trio Mesh im letzten Jahr einen Vertrag bei Home Records unterschrieben hatte, wurden Befürchtungen gross, es würde ihrer musikalischen Entwicklung schaden. Doch wer sich das am 08. April 2002 erschienene Album "Who Watches Over Me?" anhört, kann diese Befürchtungen schnell beiseite schieben. Mesh sind ihrer Linie, die sie selbst als "electronic / mainstream crossover" bezeichnen, treu geblieben. Wie auch bei den beiden Vorgänger-Alben "In This Place Forever" (1996) und "The Point At Which It Falls Apart" (1999) ist ihnen die perfekte Mischung aus tanzbaren Synthesizer-Beats und melodischer Akustik gelungen. Mesh bieten den Hörern eine Bandbreite, die von balladischen Songs, wie "To Be Alive", bis hin zu explosiven Clubsongs, wie "What Does It Cost You?", reicht. "Leave You Nothing" war prädestiniert für die erste Singleauskopplung, denn es spiegelt das Album durch die Abwechslung von ruhigen, fast melancholischen und schnellen, spannungsgeladenen Passagen sehr gut wider. Der Band wird bei so einer grossen Anzahl von erstklassigen Songs die Entscheidung der nächsten Auskopplung wohl nicht leicht fallen. Es gibt mehrere Kandidaten, obwohl "Little Missile" förmlich danach schreit, ausgekoppelt zu werden. Dass dieses Album eine hohe Professionalität zeigt, dürfte nicht zuletzt auch an der neuen Zusammenarbeit mit Home Records liegen. Gemixt wurde es in den Hamburger Home Studios von BlackPete, der schon mit Bands wie u.a. Depeche Mode, zusammengearbeitet hat. Das Mastering erfolgte im belgischen Galaxy Studio durch Ronald Prent. Als Fazit kann man wohl sagen, dass Mesh auf dem besten Weg an die Spitze des Synthpops sind und man weiterhin auf den Konzerten mit prominenten Gästen wie Robbie Williams, Martin L. Gore oder Dave Gahan rechnen muss, die im letzten Jahr Gigs der Band in London besuchten und somit ihre Anerkennung zum Ausdruck brachten.

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